Home

Aktuelles

Kultur

Beizjagd

FAQs

Auswilderung

Download

Kontakt


Mitglieder Info

Live Webcam:
Aufzuchtsstation

 

Landesverbände



DFO-Ordenstagung 2004
Bericht über die Vorbereitung zur Ordenstagung
(von Konrad Kohlert)


Wie ein Monolith ragt Schloß Weißenstein über dem weiten Tal der „Reichen Ebrach“

Erbaut wurde Schloß Weißenstein von 1711 – 1718 von dem Barockbaumeister Johann Dietzenhofer für Lothar Franz von Schönborn (1655 – 1729), Kurfürst von Mainz und Fürstbischof von Bamberg.

Dieser erhielt von Kaiser Karl VI. eine Donation über 100.000 Gulden (damals eine unvorstellbar hohe Summe) dafür, daß er ihn bei der Wahl zum deutschen Kaiser unterstützte. Mit diesem Kapital erfüllte sich Lothar Franz „seinen Traum“, einen spätbarocken Repräsentationsbau, welchen er in nur 7 Jahren im Rohbau auf der „grünen Wiese“ errichten ließ. Die Stuckverzierungen im Inneren benötigten dann weitere 10 Jahre.

Der Grottensaal ist eine in Deutschland einmalige barocke Sehenswürdigkeit, der Marmorsaal wird heute noch für Konzerte des Collegium Musicum genutzt. Die umfangreiche Gemäldesammlung des Bauherrn ist im Rahmen von öffentlichen Führungen zu besichtigen. Die einst barocke Parkanlage wurde im 19. Jahrhundert in einen englischen Landschaftsgarten umgewandelt. 1996 wurde Schloß Weißenstein in eine gemeinnützige Stiftung eingebracht um den Erhalt des Schlosses für weitere Generationen zu sichern.

Es ist uns nun gelungen, dieses barocke Juwel Bayerns als Kulisse für unsere Ordenstagung des Deutschen Falkenordens 2004 gewinnen zu können. Bereits vor fast 10 Jahren hatte ich unserem leider viel zu früh verstorbenen Adolf Schreyer, damals Vorsitzender des DFO vorgeschlagen, einmal eine Ordenstagung in Pommersfelden abzuhalten, wenn wir Bayern mal wieder an der Reihe wären.
Nun mußte dies sehr kurzfristig organisiert werden, da wir nicht dachten, so schnell hinter einander zwei Ordenstagungen (die letzte war 2002 in Freising) in Bayern durchführen zu müssen.
Mein Freund Johannes Brehm, stellvertretender Vorsitzender der BJV-Kreisgruppe Bamberg sagte mir spontan die Mithilfe der Kreisgruppe bei der Revierorganisation zu. Georg Dorn, Inhaber des Schloßrestaurants, Pointermann und lange Jahre Vorsitzender des „Deutschen Pointerclubs“ stellte ohne zu zögern seine hervorragend besetzten Hühnerreviere zur Verfügung. Er ist stolz darauf, den DFO unter dem Vorsitz von Prof. Christian Saar, einem alten Bekannten, in seinem Gasthaus bewirten zu dürfen.
Zwar gab es auch Stimmen aus Franken, die der Idee schon wieder eine Ordenstagung in Bayern durchführen zu müssen sehr unwillig gegenüber standen. Die Mehrheit der Mitglieder, ja sogar einige aus anderen Bundesländern boten mir jedoch sofort ihre Mithilfe bei den umfangreichen Baumaßnahmen und bei der Besorgung der vielen benötigten Reviere an.

Am Samstag vor Ostern hatte die Kreisgruppe Bamberg ihre Hegeschau. Anläßlich dieser Veranstaltung bauten Johannes und ich einen kleinen Infostand auf um die dort zahlreich anwesenden Revierinhaber direkt ansprechen und für die Mithilfe gewinnen zu können. Wir konnten auch wieder einige wichtige Zusagen bekommen.
Besonders freute es mich, Frau Ursula Sowa, MdB Bündnis 90/Die Grünen für den Landkreis Bamberg kennenzulernen, welche sich nicht scheute, mal einen Abstecher zu den „echten Grünen“, den Jägern zu machen. Ich konnte in einem kurzen Gespräch ihr Interesse an unseren Falken (....faszinierende Tiere, wie sie sagte) wecken und lud sie dann als Ehrengast zu unserer Tagung und dem Grünen Abend ein. Sie sagte spontan zu und freute sich sehr zum Abschluß mal meinen Falkenterzel „Masoud“ auf die Faust nehmen zu können (siehe kleine Fotocollage).

Die Niederwildsituation hier im Herzen Frankens sieht so aus, daß es recht gut besetzte Hasenreviere gibt (die Adlergruppen bzw. Habichtler welche Hasenhabichte fliegen, werden die bestbesetzten Hasenreviere Unterfrankens kennenlernen), Fasane kommen nicht sehr häufig vor (überwiegend reiner Naturbesatz), dafür gibt es hier aber gute Rebhuhnreviere. Da ich selbst seit mehr als 20 Jahren Anwarterfalken auf Rebhühner fliege und zusammen mit Johannes Brehm gute Beziehungen zu den Revierinhabern aufbauen konnte, werden die Falken, wie ich denke (Vorsicht, es ist Ende Oktober, da fliegen die Hühner!) gute Voraussetzungen vorfinden. Verhältnismäßig gute Bedingungen werden auch die Krähenfalkner antreffen. Uns ist es gelungen, 4 räumlich weit getrennte Hegeringe für die Krähenbeize zu organisieren. Ich möchte jede Gruppe auf 3 Falken beschränken, so daß insgesamt bis zu 12 Krähenfalken fliegen können, da werden die Chancen für jeden Falkner mehrmals an Wild zu kommen, groß sein.
Unser Sorgenkind hier in Nordbayern ist mittlerweile das Kaninchen. Früher auch hier in Franken das „Brotwild“ der Falkner, ist es nach mehrmaligen Seuchenzügen von Myxomatose und vor allem der Chinaseuche (RHD), auf klägliche Restbestände zusammengeschrumpft. Wie ein Redner der Jägerschaft auf unserer Hegeschau der grünen Abgeordneten Sowa zu überdenken gab, sollte nicht das Rebhuhn unter Vollschutz gestellt werden, sondern eher das Kaninchen!
Trotzdem ist es uns durch gemeinsamen Einsatz der örtlichen Falknerfreunde gelungen, die Zusage einiger noch gut besetzter Reviere zu erhalten. Jetzt wollen wir nur noch hoffen, daß kein neuer Seuchenzug bis zum Herbst die Situation verschlimmert.

Ein Teil der Organisationsmannschaft bei einer Arbeitssitzung in Pommersfelden

Mir bleibt also noch zum Abschluß unsere DFO-Mitglieder und alle Freunde der „Kunst mit Vögeln zu jagen“ vom 21. – 24. Oktober 2004 nach Pommersfelden einzuladen. Möge Petrus uns gutes Wetter während unserer Tagung bescheren und Diana allen Beizjägern hold sein in diesen Tagen.
Die deutschen Politikern möchte ich zum Schluß noch bitten, bei der anstehenden Novellierung des deutschen Jagdrechts davon abzusehen den ungerechtfertigten Forderungen zur Abschaffung der Falknerei seitens einiger weniger Funktionäre im Tierschutzlager, welche von der Beizjagd selbst keinen blassen Schimmer haben, nicht nachzugeben damit auch nachfolgende Generationen dieses einzigartige Weltkulturerbe ausüben und genießen können. „Was gibt es schöneres als ein Tier an sich zu binden, indem man ihm immer wieder die Freiheit gibt“ (Horst Stern)

Verantwortlich für den Inhalt
Konrad Kohlert, DFO Bayern

 

 

Mecklenburg-Vorpommern Bayern Brandenburg Berlin Sachsen Sachsen-Anhalt Thüringen Niedersachsen & Bremen Nordrhein-Westfalen Hessen Baden-Württemberg Rheinland-Pfalz & Saarland Schleswig-Holstein