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Wanderfalken-Auswilderung 2004 / Auswilderung des 1.000 Wanderfalken
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Foto
©Dietmar Nill |
Zurzeit hat das
Brutgeschehen in den Zuchtvolieren der Hamburger
Wanderfalken-Zuchtstation begonnen und eine neue Auswilderungssaison
steht uns bevor. Da ist es eigentlich an der Zeit sich die
Ereignisse des letzten Jahres noch einmal in Erinnerung zu rufen,
Das Jahr 2004 war für unser Auswilderungs-Projekt im
Baumbrüter-Areal des Wanderfalken ein ganz besonderes. Wie allgemein
bekannt ist, handelt es sich bei diesem Vorhaben um das letzte, das
wir in den Neuen Bundesländern gemeinsam mit dem Arbeitskreis
Wanderfalkenschutz (AWS) durchführen.
In diesem Jahr
haben wir den 1.000. Wanderfalken seit Beginn unseres
Falken-Managements in die freie Natur entlassen. Dies allein ist
eigentlich schon ein Grund zu feiern. Der Wanderfalke ist überall im
Aufwind und man kann mit Genugtuung feststellen, dass durch den
engagierten Einsatz so vieler Naturfreunde eine Art vor dem
Aussterben gerettet werden konnte, Dass Falkner daran einen nicht
unerhebliche Anteil hatten, wird von anderen Wanderfalkenschützern
zu gerne verdrängt.
2004 konnte das
10. auf einem Baum brütende Wanderfalkenpaar bestätigt werden.
Während die Ansiedlung der Falken auf Bäumen zunächst zögerlich
gelang, weil immer wieder im Baumbrüterareal ausgewilderte Falken
sich entschlossen, auf Gebäuden zu brüten, scheint jetzt ein
Durchbruch erzielt worden zu sein. 2003 hatten wir 6 Paare, 2004
schon 10! Da das auffinden der auf Bäumen brütenden Falken in den
ausgedehnten Waldungen Mitteldeutschlands sehr schwierig ist, kann
davon ausgegangen werden, dass weitere bisher unentdeckte
Wanderfalken sich zur Brut auf Bäumen entschlossen haben. Die
Mitarbeiter des AWS können ein Lied davon singen, wie viel Zeit oft
vergeht, ehe man den Brutplatz eines zuvor in der Region
beobachteten Paares findet. Der Einsatz dieser Leute ist einfach
bewundernswert.
Wer an weiteren
Informationen über unser Projekt interessiert ist, findet diese in
den Auswilderungsberichten der Jahrbücher des DFO, die jährlich
erscheinen.
Der weibliche
Falke des ersten seit etwa 30 Jahren in Dänemark wieder brütenden
Wanderfalkenpaares stammt aus unseren Auswilderungen, Durch ein Foto
konnte die Art der Beringung nun endlich eindeutig erkannt werden,
Zwar konnten die Symbole auf dem schwarzen Kennring noch nicht
abgelesen werden, doch wissen wir immerhin, dass dieser Falken 1997
in Hamburg gezüchtet und im selben Jahr entweder in Mecklenburg oder
Brandenburg von einem künstlichen Baumhorst ausgewildert wurde, Der
Terzel ist ebenfalls beringt. Er stammt aus dem schwedischen
Auswilderungsprojekt. Drei Jahre hintereinander konnten die Falken
Junge zum Ausfliegen bringen, Leider wurde die Beringung der
Nestlinge von den zuständigen Behörden untersagt.
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Foto
©Dietmar Nill |
Prof.
Christian Saar
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